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© flickr by oleofici

Naturpark der Madonie

04.07.2007

von Reisepresse

, 14:54 Alter: 3 yrs
Tags: Natur, Sizilien

Das Gebiet umfaßt 15000 Hektar Wald, in dem die grösste Artenvielfalt des gesamten Mittelmeerraumes vorhanden ist. Darunter sind auch einige wenige Exemplare von auf der Welt einzigartigen Pflanzen zu finden.

Die Bergkette der Madonie zieht sich vom "Valle del Fiume Pollina" im Osten zum nördlichen Teil des "Valle dell’Imera" im Westen, von dem langen Abschnitt der tyrrhenischen Küste zwischen Campofelice di Roccella und Pollina im Norden bis zu "Le Conche", die in Richtung des schwefelhaltigen Hochplateaus "Nisseno" im Süden abfallen.

Nicht durch Zufall wird das Gebiet der Madonie von einigen als wahrer "botanischer Garten" im Zentrum des Mittelmeerraums bezeichnet: Ein Park von dem aus man das Meer sehen kann und in dem auf einer Oberfläche, die nur 2% des Gebietes der Region ausmacht, 50% der Pflanzenarten der gesamten Insel wachsen. Hier findet man einzigartige Exemplare wie die „Nebrodische Tanne“ (antike Bezeichnung der Madonie) und weitere typische Vegetation Mitteleuropas: Steineichen, Korkeichen, Flaumeichen, Sommereichen, Stechpalmen, Stieleichen, Buchen. Hier trifft man außerdem auf die ältesten Felsen Siziliens: Kalkfelsen, karbonathaltige Schluchten, karstige Dolinen und schwindelerregende Gipfel machen das unvergleichliche Profil der Madonie aus.

Aufgrund der Besonderheit des Gebiets wurde im Jahr 1989 das regionale Naturschutzgebiet der Madonie gegründet, das auf ungefähr 40 Hektar 15 Gemeinden einschließt.
All diese Orte sind landwirtschaftliche Zentren von nennenswerter Bedeutung, und das nicht nur weil die Besonderheit der Landschaft aus der Vielfalt und dem harmonischen Zusammenleben von Bergdörfern und am Meer gelegenen Orten besteht. Man denke nur an das wundervolle Küstenstädtchen Cefalù.

In einer Umgebung, die von steilen Bergen charakterisiert ist, die ins sizilianische Meer abfallen, und sich mit tiefen Tälern, die von Wildbächen durchzogen werden abwechseln, findet man heute noch menschliche Spuren, die Zeugnisse einer tausendjährigen Präsenz geben und in einigen Fällen im heutigen Alltagsleben noch sichtbar sind. Auch der Untergrund ist eine bewundernswerte Welt (die sogenannten "Vie dell’acqua"): aufgrund des Karstphänomens haben sich Höhlen und Auskerbungen gebildet, in denen das Wasser unterirdisch weiterfließt.

Es gibt zahlreiche architektonische Schätze zu sehen und zu besichtigen, die auch unerwartet auf den Feldern und in den Wäldern anzutreffen sind: so zum Beispiel die überwältigenden und einsam liegenden Ruinen der Burg "Castello dei Ventimiglia" in Geraci Siculon oder die gewaltige „Burg der Prinzen dei Ventimiglia“ in Castelbuono. Die schon langwährende Besiedelung durch den Menschen wird in der Höhle "Grotta del Vecchiuzzo" in der Nähe von Petralia Sottana, in einigen Höhlen und Abgründen in der Nähe von Isnello und Gratteri und von den pre- hellenistischen Fundstücken der "Rocca", dem Kap das über Cefalù und der schönen normannischen Kathedrale liegt, bestätigt. Das Gebiet wird von zahlreichen religiösen Gebäuden, Klostern, Einsiedeleien und entweihten Kirchen gekennzeichnet, wie das etwa das ehemalige Kloster der Benediktiner, das besser als "Gangi Vecchio" in Gangi bekannt ist (hier befinden sich zahlreiche Kirchen in deren Inneren man verschiedenen Werke des “Zoppo di Gangi“ bewundern kann).

Die Hügel der nördlichen Seite der Madonie weisen heute noch weitläufig chakteristische Eschen auf, deren Manna als Zutat für typische Produkte der örtlichen Bäckereien verwendet wird. www.parcodellemadonie.it

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