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Unterwegs in Italien

Die beste Reisezeit
Je nach Vorlieben bieten sich unterschiedliche Jahreszeiten für eine Reise nach Italien an. Wer Wintersport betreiben möchte, kann in den Alpen zwischen Oktober und März mit ausreichend Schneefall rechnen, ebenso in den mittelitalienischen Abruzzen. Im Januar liegt hier ab 1.000 m Höhe die Durchschnittstemperatur unter dem Gefrierpunkt, die höchsten Gipfel sind sogar im Frühsommer noch schneebedeckt. Die Küstengebiete sind durch das typische Mittelmeerklima geprägt: Die Sommer sind trocken und warm bis heiß und die Winter mild. An der Riviera kann das Thermometer auch im Winter auf bis zu 15 °C klettern, zwischen Oktober und März fällt dazu häufig Regen.

Sommermonate
Im Hochsommer regnet es selten und die durchschnittliche Temperatur beträgt ca. 25 °C - dieser Wert entspricht auch der durchschnittlichen Wassertemperatur an den süditalienischen Küsten zur gleichen Zeit. Die Sommermonate sind somit ideal für Badeurlaub, bei Tagestemperaturen mit Spitzenwerten um 30° C ist es für andere Aktivitäten viel zu heiß.
Beachten Sie die Sommerferien der Italiener (Juli und August), viele Strände sind zu dieser Zeit fest in der Hand einheimischer Urlauber. Für Städtetouren und Kulturtrips bieten sich vor allem Frühjahr und Herbst an. Dann sind die Temperaturen gemäßigt und viele Landschaften sind in wunderschöne Farben getaucht, im Gebirge blüht gelb der Ginster, während auf den Feldern rot der Klatschmohn wogt.

PKW
Wer die gebührenpflichtigen Autobahnen nimmt, sollte immer genug Kleingeld griffbereit haben. Praktischer ist allerdings die bei Automobilclubs und an Grenzübergängen erhältliche »Viacard«, von der die Gebühren abgebucht werden. Tanken außerhalb der Öffnungszeiten kann zum Problem werden, 24-h-Tankstellen findet man nur an den Autobahnen. Tanken Sie statt »Normal« evtl. besser »Super«, da die Oktanzahlen bei Normalbenzin unter den uns bekannten Werten liegen.
In Ortschaften gilt Höchsttempo 50 km/h, außerhalb auf Schnellstraßen Tempo 110, auf Landstraßen 90 und auf Autobahnen 130 km/h (bei 3 Spuren 150 km/h). Außerhalb geschlossener Ortschaften muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Beim Überschreiten der 0,5-Promillegrenze muss mit Gefängnis, Führerscheinentzug und einer hohen Geldstrafe gerechnet werden. Anschnallen ist Pflicht. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Adresse im Führerschein aktuell ist, das ist in Italien vorgeschrieben.

Öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel sind in Italien günstig, und es ist praktisch jeder Ort mit Bus oder Bahn erreichbar (Bahnverbindungen können im Internet auch auf Deutsch abgefragt werden). Auch in Italien hat der öffentliche Nahverkehr seine Tücken: So ist in größeren Städten eine Busfahrt während der Hauptverkehrszeiten nicht unbedingt ein Vergnügen, und in ländlichen Regionen kann es passieren, dass sonntags gar kein Bus fährt. In solchen Fällen kann man aber nahezu überall ein Taxi bekommen. Meist befinden sich die Stationen in Bahnhofsnähe oder können per Telefon erreicht werden. An Sonn- und Feiertagen werden gewöhnlich Zuschläge erhoben.

Gesundheit
Falls man im Urlaub ärztliche Hilfe braucht oder sogar ins Krankenhaus muss, empfiehlt sich für Pflichtversicherte eine zusätzliche Reisekrankenversicherung. Die internationalen Krankenscheine unserer gesetzlichen Kassen werden zwar auch in Italien akzeptiert, müssen aber erst umständlich bei der italienischen Krankenkasse INAM in einen Behandlungsschein umgetauscht werden. Privatversicherte haben es da einfacher, sie zahlen selbst die anfallenden Kosten und rechnen dann nachträglich mit Ihrem Versicherer ab. Auch hier kann natürlich vor der Abreise eine Sonderversicherung abgeschlossen werden. Die medizinische Versorgung in ganz Italien entspricht dem europäischen Standard. In den oberitalienischen Kurorten ist die Betreuung sogar überdurchschnittlich gut. In den Touristenorten Süditaliens wird während der Hauptsaison sogar eine kostenfreie Behandlung angeboten, manche Ärzte sprechen dort auch deutsch.

Apotheken
In den Städten gibt es einige Apotheken (ital. »farmacia«), die rund um die Uhr geöffnet sind. In kleineren Orten sind die Adressen und Öffnungszeiten der Apotheken in der Tagespresse zu finden. Nacht- und Sonderdienste sind aber, wie auch in Deutschland, an den Apotheken selbst angegeben.

Notruf

  • Erste Hilfe: Tel. 118
  • Polizei: Tel. 113
  • Carabinieri: Tel. 112
  • Feuerwehr: Tel. 115
  • Pannendienst/ACI: Tel. 116

Öffnungszeiten

  • Banken: Mo-Fr 8.30-13.30 und 14.15-15.45 Uhr.
  • Post: Mo-Fr 8.15-13.30 Uhr, Sa bis 12 Uhr.
  • Geschäfte: Mo-Fr 9-12.30 und 15.30-19.30 Uhr.

In vielen Orten haben die Geschäfte in den Fußgängerzonen bis 22 Uhr geöffnet und Mo vormittags geschlossen. Kaufhäuser und Supermärkte haben normalerweise durchgehende Öffnungszeiten (9-20 Uhr), aber schließen häufig am Mittwochnachmittag. Lebensmittelläden öffnen manchmal auch am Sonntagvormittag.

Telefonieren

  • Öffentliche Telefone: Kartentelefone sind mittlerweile die Regel. An vielen Telefonen kann man sich auch anrufen lassen.
  • Telefonkarten: (scheda telefonica) am Kiosk oder in der Bar
  • Vorwahl für Italien: +39
  • Telefonauskunft: Tel. 1254 (national), Tel. 1254 (international)
  • Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41)

Diplomatische Vertretungen

  • Deutsche Botschaft
    Via San Martino della Battaglia 4
    I - 00185 Roma
    Tel. +39 / 06 49 21 31
    Fax +39 / 06 49 21 33 19
    mail@deutschebotschaft-rom.it
    www.deutschebotschaft-rom.it
  • Österreichische Botschaft
    Via Pergolesi 3
    I - 00198 Roma
    Tel: +39 / 068 44 01 41
    Fax: +39 / 068 54 32 86
    rom-ob@bmaa.gv.at
    www.austria.it
  • Schweizer Botschaft
    Via Barnaba Oriani 61
    I - 00197 Roma
    Tel. +39 / 06 80 95 71
    Fax +39 / 068 08 85 10
    vertretung@rom.rep.admin.ch
    www.eda.admin.ch/roma

Sicherheit

Wer mit dem Auto unterwegs ist, für den gilt als oberste Grundregel, niemals Wertsachen im Auto zurückzulassen und auch während der Fahrt nicht sichtbar herumliegen zu lassen. Es empfiehlt sich, das Auto in Hotelgaragen oder bewachten Parkgaragen abzustellen. Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, nehmen Sie nur so viel Bargeld wie nötig mit, alles andere liegt am sichersten im Hotelsafe. Von Pässen, Tickets oder anderen Dokumenten fertigen Sie am besten vor der Abreise Kopien an und lagern sie getrennt von den Originalen. Taschendiebe sind bevorzugt in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei stark frequentierten Sehenswürdigkeiten aktiv. Sollte Ihnen etwas von Wert gestohlen worden sein, macht eine Anzeige bei der örtlichen Polizei meist nur den Sinn, sich den Diebstahl dort quittieren zu lassen und den Beleg bei der eigenen Versicherung einzureichen.