Pasta & Pizza
Italienische Emigranten haben ihre Küche in alle Teile der Welt getragen. Viele Besucher glauben daher, genau zu wissen, was sie kulinarisch erwartet, wenn sie in das Land von pizza und pasta aufbrechen. Ein Vorurteil bestätigt sich tatsächlich sofort: Pasta wird oft sogar zweimal am Tag in allen möglichen Formen, als orechiette (»Öhrchen«), farfalle (»Schmetterlinge«) oder - am weitesten verbreitetet - als penne (»Stifte«) verspeist. Doch ähnelt das fertige Pastagericht nur entfernt den Gerichten, die wir von unserem »Italiener um die Ecke« kennen, der sich meist auf unsere Essgewohnheiten eingestellt hat. Die richtige Pasta muss al dente sein und wird direkt gut mit den übrigen Zutaten vermischt. Entgegen anderslautenden Behauptungen werden spaghetti übrigens in Italien nie mit Hilfe eines Löffels gegessen. Wer Pizza essen gehen möchte, sollte wissen, dass die meisten Restaurants in Italien keine pizze anbieten, sondern Pizzerie immer extra als solche ausgezeichnet sind.
Menüfolge
Die Restaurant-Speisekarten spiegeln den üblichen Aufbau einer italienischen Mahlzeit wider: auf die antipasti (Vorspeisen) folgen die primi piatti (erstes Hauptgericht), die meist aus einem Nudelgericht bestehen, dann die secondi piatti (zweites Hauptgericht), ein Fleischgericht zu dem diverse Beilagen gewählt werden können und schließlich der dolce (süßer Nachtisch). Im Ristorante ist es üblich, immer mindestens zwei Gänge zu bestellen (wahlweise antipasti oder primi piatti, dann secondi piatti). Restaurants und Pizzerien öffnen mittags meist gegen 12.30 Uhr und abends gemäß den landesüblichen Essensgewohnheiten frühestens ab 19 Uhr.
Frühstück
Deutschen Besuchern wird schon am Morgen des ersten Urlaubstages die völlig andere Frühstückstradition auffallen. Normalerweise wird nur ein brioche (Hörnchen) oder tramezzino (Weißbrotsandwich) im Stehen an der Theke einer Bar gegessen, während man dazu genüsslich seinen caffè schlürft.






